In den letzten Jahren stellte man weltweit fest, dass bei großen Schadenlagen eine Vielzahl von durchaus sehr unterschiedlichen Spontanhelfer die Not der betroffenen Bevölkerung zu lindern suchten. Der Erfolg war durchaus unterschiedlich. Auch die Zusammenarbeit mit den staatlichen Gefahrenabwehrbehörden fiel mal besser und mal schlechter aus. Als Verantwortlicher der Schadensabwehrbehörden (i. d. R. Stadt- und Landkreise, bzw. ihre Feuerwehren) hat man die Frage zu beantworten, wie kann ich mit diesen Spontanhelfern zusammenarbeiten? Die folgenden Regeln können bei der Beantwortung hilfreich sein, (nach Tom Fletcher, ehemals UK Botschafter und derzeit Berater der Emirates DiplomaticRead More
In einem meiner letzten Blogs habe ich das Thema ”Resilienz und Führung” diskutiert. Als ein mögliches Führungssystem, dass sowohl den Ansatz der Resilienz als auch die Einbindung von Spontanhelfern und anderen nicht klassischen Vertretern der Gefahrenabwehr berücksichtigt, habe ich in dem Beitrag „Ein neues Führungssystem für das 21. Jahrhundert” ein agiles, dezentrales System vorgeschlagen. In einem Workshop an der U.S. National Defence Academy, der von dieser zusammen mit der World Challenges Forum Foundation, Geneva und dem Partnership-for-Peace-Consortium, Garmisch-Partenkirchen durchgeführt wurde, haben Expertinnen und Experten von 29 Organisationen aus Praxis undRead More
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, mit Kollegen darüber zu philosophieren, welches das beste Stabsmodell bzw. Führungssystem ist. Ist das Zwei- dem Gesamtstabsmodell überlegen? Und wenn ja, warum? Oder ist gar das amerikanische ICS effektiver? Und was machen die Niederländer und die Schweizer anders? Und vergessen wir in der Diskussion ja nicht das britische Gold-, Silver, Bronze – System. Erst gestern verbrachten ein malaiischer Kollege ich einige sehr inspirierende Stunden mit diesem Thema. Wenn man die Unterschiede der unterschiedlichen Systeme herausarbeiten möchte, muss man Kriterien definieren, nach denen die verschiedenen SystemeRead More
Mancher wird die Überschrift unbewußt verkehrt herum aufgefasst haben. Ist doch das Lenin zugeschriebene Zitat „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!” zu einem häufig zitierten Rat geworden. Denke ich über den Führungsstil von operativ-taktischen Einsatzleiterinnen und Stabsleitern nach, fallen mir immer zwei Begebenheiten ein, die ich als Übungsbeobachter öfters wahrgenommen habe: Die Einsatzleiterin oder der Stabsleiter gehen im Stab herum und schauen den einzelnen Stabsfunktionen über die Schulter. Gelegentlich begleitet von einem aufmunternden „Na, wie läuft es?” oder den ein oder anderen Rat „Die Einsatzstellenverpflegung kaufen wir am bestenRead More
Oder was ist eigentlich die Aufgabe einer Feuerwehr? Ein Blick auf das letzte Jahr offenbart eins: Die Feuerwehr Rautheim war erfolgreicher als die Berliner Feuerwehr. Zumindest wenn man die Anzahl der zu beklagenden Brandtoten als Maßstab wählt. Selbst bei der Kennzahl Brandtote pro 1.000 Einwohner schneiden die Rautheimer Kameraden immer noch besser ab als die Berliner. Gratulation! Können wir daraus schließen, dass die Rautheimer Feuerwehr besser ist als die Berliner? Sicherlich nicht: In Rautheim (ein Stadtteil Braunschweigs, in dem keine 5.000 Einwohner wohnen) war im letzten Jahr kein Brandtoter zuRead More
Eine Szenario basierte Diskussion Im Blog „Führen durch das Chaos” habe ich beschrieben, welche Aufgaben einer Einsatzleiterin während der Chaosphase entsprechend dem Cynefin Framework von Snowdon und Boone zufallen: „Ziel in der Chaos-Phase muss es sein, dass die Einsatzleiterin die Einsatzkräfte unter ,Kontrolle’ bekommt. Mit anderen Worten, sie hat ein Führungssystem zu etablieren. Dazu ist es erforderlich, dass sie ,sichtbar’ wird. Das eigene Agieren – d. h. Befehle aussprechen – hat oberste Priorität. Es ist klar und direkt zu kommunizieren.  Schnelle, unreflektierte Entscheidungen, die die Situation für die Betroffenen verbessertRead More
Oder warum wir nicht aus Fehlern lernen! Wenn ich an Einsatz- und Übungsevaluationen teilnehme bzw. Berichte über solche lese, muß ich häufig feststellen, dass wir viele Ursachen für mangende Einsatzleistungen bereits im Ratslehrgang an der damaligen Landesfeuerwehrschule in Münster diskutiert haben. Nach mehr als 25 Berufsjahren davon mehr als 10 Jahre in der Aus- und Fortbildung ist das schon eine etwas bittere Erkenntnis. Ein Grund ist sicherlich die weit verbreitete, aber falsche Auffassung, dass ein Bericht einer Übungs- oder Einsatznachbetrachtung „Lessons learnt” beinhaltet. Er enthält im bestens Fall erkannte Bereiche,Read More
Diese Frage kam mir beim Lesen des Berichtes der HFUK Nord zum tödlichen Unfall eines Feuerwehrmannes der FF Marne (LK Dithmarschen) während eines Atemschutzeinsatzes am 06.12.15 wieder in den Sinn. Seit Jahren bin ich in unterschiedlichen Funktionen im Bereich der Aus- und Fortbildung im Bevölkerungsschutz tätig und muss leider wieder einmal feststellen, dass unsere Aus- und Fortbildung verbessert werden muss. Nicht technische Mängel haben zu diesem Unfall geführt sondern das Zusammentreffen einer Reihe menschlicher Fehler. Der Bericht kommt zum Schluss, dass „nach Ansicht der HFUK Nord kein Anlass [besteht], dieRead More
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