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Andreas Karsten

Andreas H. Karsten Ministry of Interior UAE, United Arab Emirates, Strategic Advisor Department of Public Safety and Quick Intervention Civil Expert for NATO Civil Protection Group Geboren 1962 in Braunschweig. Ich arbeite, unterrichte und forsche seit einigen Jahren in den Bereichen Disaster Response, Entscheidungsfindung, Stabslehre und Spezielle Einsätze im Bereich des Bevölkerungsschutzes. Seit meinem 16. Lebensjahr bin ich Mitglied der FF Braunschweig/Rautheim und seit 2004 im THW Bochum. Nach meinem Studium der theoretischen Kernphysik an der Technischen Universität Carolina Wilhelmina zu Braunschweig absolvierte ich mein Referendariat zum höheren feuerwehrtechnischen Dienst bei der Berliner Feuerwehr. Danach arbeitete ich als Direktionsdienstbeamter bei den Berufsfeuerwehren Stuttgart und Bochum bevor ich 2006 als Lehrbereichsleiter zum BBK an die AKNZ wechselte. Seit Mai 2014 arbeite ich für das Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate.

(Stand August 2015) Der Vorstand von DGSMTech e.V. (www.dgsmtech.de) hat einmal versucht, Tipps für den Umgang mit Social Media im Bevölkerungsschutz zu sammeln und aufzuschreiben. Hier ist das Ergebnis: Der Einfluss der Social Media auf die Gefahrenabwehr der Bevölkerungsschutzbehörden steigt derzeit von Schadenslage zu Schadenslage. Viele Kongresse, Seminare und Vorträge beschreiben dieses Phänomen, das Für und das Wieder, die Probleme. Aber in den Diskussionen wie in den Feedbackbögen wird immer wieder bemängelt, dass es keine Checklisten, Handlungstips oder ähnliches gibt.   Wir, die Autoren von DGSMTech, möchten im Folgenden einigeRead More
Die beiden Unfälle zeigen die Vorteile einer sehr gut eintrainierten Teamarbeit (US 1549) im Vergleich zu einem sturen hierarchischen Führungsverständnis (UA 173). Beide Flugkapitäne und die Cockpit-Crews verfügten über langjährige Erfahrungen. Zwischen den beiden Unfällen liegen allerdings über 30 (!) Jahre Erkenntnisgewinn und Anpassung des Führungsmodells, der Standard Operation Procedures (Crew Resource Management und Treat Error Management) und der Ausbildung. Flug United Airlines 173 (Quelle: „National Transportation Safety Board, Aircraft Accident Report, NTSB-AAR-79-7) Der Flug UA 173 vom John J. Kennedy International Airport, New York City zum Portland International AirportRead More

Posted On August 18, 2015By Andreas KarstenIn Bevölkerungsschutz, Führen und Leiten

Wann soll ich wie entscheiden?

Justin Fox unterscheidet in „From ‘Economic Man’ to Behavioral Economics”, Havard Business Review 05/15, 79-85 drei Arten von Entscheidungsfindung: rational, heuristisch und aus dem Bauch heraus Welche ist in welcher Situation anzuwenden? In früheren Blogs habe ich bereits das Thema Entscheidungsfindung mehrfach aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, z. B.: Führen durch das Chaos Rationale Entscheidungsfindung im Bevölkerungsschutz Intuitive Entscheidungsfindung im Bevölkerungsschutz Führen mit Auftrag Aufgaben der Leiterin des Stabes Führungsvorgang Crowdsourcing und Entscheidungsunterstützung Diesmal möchte ich kurz die drei Methoden nach Fox darstellen und mich dann darauf konzentrieren, wann welche MethodeRead More

Posted On August 11, 2015By Andreas KarstenIn Bevölkerungsschutz, Führen und Leiten

Agile Einsatzplanung

Empfehlungen für die Einsatzleiterin und dem Leiter des Stabes Drei Gründe sind im wesentlichen ausschlaggebend für das Scheitern von Einsatzplanungen: Das Eintreten eines Ereignisses, das in der Planung berücksichtigt wurde, dessen Einfluss allerdings unterschätzt wurde. Das Eintreten eines Ereignisses, das nicht vorhersehbar war. Das Eintreten eines Ereignisses, das vorhersehbar war, aber nicht berücksichtigt wurde. Besonders in hochdynamischen, komplexen Lagen und wenn die Situation noch recht undurchsichtig ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der gewählte Einsatzplan nicht zum gewünschten Erfolg führt. Deshalb sollten Sie als Einsatzleiterin einen Plan bevorzugen, der möglichstRead More
Ich grübelte tagelang, wie ich die Interschutz 2015 beurteilen soll. Erwartungen hatte ich ja immerhin [26.05.2015]. Aber wurden sie auch erfüllt? Zum Glück half mir ein Artikel in „Zeit Online” [http://www.zeit.de/2015/28/feuerwehr-digitalisierung-roboter]. Der Autor des Zeitartikels hat ja vollkommen recht: auch ich frage mich, warum die Drehleitern immer länger werden müssen. Auch über den Sinn des schnellsten Löschfahrzeuges der Welt kann man trefflich diskutieren. Aber es gab auch einsatztaktisch sehr Sinnvolles zu sehen. So verwendet ein Anbieter für den Leiterpark seiner Drehleiter neue Materialien und erreicht dadurch eine größere Maximalausladung. Ich möchteRead More
In den letzten Jahren traten als Katastrophenhelfer zwei neuartige Gruppen in Erscheinung: Spontanhelfer und Volunteer & Technical Communities (V&TCs) Zur Kommunikation nutzen beide Gruppen im Wesentlichen die Social Media. Binden Bevölkerungsschutzbehörden diese Gruppen nicht in ihre Gefahrenabwehr ein, verzichten sie auf wertvolle Ressourcen. Vorbemerkung Die Entwicklung dieses Phänomens wird deutlich, wenn man sich einige Ereignissen der letzten Zeit ansieht: Erdbeben Haiti 2010 Erdbeben in Chile 2010 Erdbeben in Christchurch 2010 und 2011 Überflutungen Queensland und Viktoria, Australien 2011 Zyklon Yasi, Australien 2011 The Great East Japan Erdbeben 2011 Hurricane SandyRead More
Auf der Interschutz 2015, die in wenigen Tagen startet, werden wir eine Vielzahl an neuen Technologien kennenlernen dürfen. Bei manchen wird mir vor Staunen der Mund offen stehen bleiben. Aber wie Doug Hanchard immer ausführt: „Technologie rettet keine Menschenleben – Menschen tun dies.” Der Schlüssel der heutigen und der zukünftigen Herausforderungen im Bevölkerungsschutz sind gut ausgebildete Einsatzkräfte. Zukünftige Herausforderungen an den Bevölkerungsschutz  Wie sieht die Zukunft für den Bevölkerungsschutz aus? Drei Entwicklungen die derzeit Politik, Wirtschaft, Kultur usw. verändern, werden auch den Bevölkerungsschutz grundlegend verändern. Moisés Naim bezeichnet sie alsRead More

Posted On Mai 19, 2015By Andreas KarstenIn Bevölkerungsschutz, Führen und Leiten

Führungsvorgang

Der Führungsvorgang wird in der FwDV / DV 100 unter Punkt 3.3 beschrieben: Er „ist ein zielgerichteter, immer wiederkehrender und in sich geschlossener Denk- und Handlungsablauf. Dabei werden Entscheidungen vorbereitet und umgesetzt. Der Führungsvorgang ist nicht auf die Tätigkeit der Einsatzleiterin oder des Einsatzleiters beschränkt, sondern ist von den Führungskräften auf allen Führungsebenen sinngemäß anzuwenden.” Grafisch wird er häufig in einem Kreisschema dargestellt: Ziel der Einsatzleiterin ist es, die richtigen Mittel zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen. Bis zum Einsatzerfolg muss dieser Vorgang unter Umständen mehrfach durchlaufen werden. InRead More

Posted On Mai 12, 2015By Andreas KarstenIn Bevölkerungsschutz, Technologie

Gedanken vor der Interschutz 2015

In wenigen Tagen öffnet die Interschutz 2015. Was wird mich dort erwarten, beeindrucken oder sogar begeistern? Einige meiner  Gedanken möchte ich hier kurz ausführen. Sie sind etwas „forschungslastig”, was sicherlich auch daran liegt, dass die Präsidenten des BBK und der vfdb Herr Unger und Herr Aschenbrenner im Vorfeld der Interschutz Innovation und Forschung als entscheidend für unsere sichere Zukunft betrachten. (http://files.messe.de/082-fs5/media/downloads/besucher/messe-mews-mai-2015.pdf)   Robotik, Drohnen In diesem Bereich gibt es heute schon eine Reihe von erfolgreichen Einsatzbeispielen. Wie werden beide Technologien aber zusammen genutzt? Gibt es schon Beispiele, dass Aufklärungsdrohnen RoboterRead More
Die Bedeutung der Social Media in Krisensituationen nimmt derzeit unaufhörlich zu. Dies liegt zum einen daran, dass immer mehr Menschen die Social Media besonders via Smartphones nutzen und zum anderen, dass immer mehr Tools zur Verfügung stehen. Ein kurzer Rückblick auf einige (persönlich ausgewählte) Meilensteine zeigen einige positive wie einige negative Aspekte dieser Entwicklung. Südostasien Tsunami 2004 Ich fange bewusst mit einem Ereignis an, dass noch in der „Vor-Social-Media-Phase” datiert. Aber hier trat vermutlich erstmals deutlich ein Phänomen auf, dass das heutigen Krisenmanagement charakterisiert: die Informationsflut. So schätzte UN-OCHA, dassRead More
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